Wissenschaft

Boxspring-Betten 

Es gibt sie schon lange und nun erleben sie unter neuem Namen eine Wiederauferstehung. Sprungfedermatratzen sind angeblich wieder in, nachdem man jahrelang Kaltschaum oder Latexmatratzen favorisiert hat. In heutiger Zeit erscheinen Sie gesundheitlich zumindest bedenklich. Welche Auswirkungen diese auf den menschlichen Körper haben, beschreibt Gast-Autor Martin Evers in diesem Beitrag.

Die Rede ist vom Bett, dem Ort, an dem wir über 20 Jahre unseres Lebens verbringen. Boxspringbetten sind eine amerikanische "Erfindung". Auf ein Untergestell wird eine Matratze gelegt, die elastische Metallfedern enthält, die sich bei Belastung zusammendrücken und Widerstand geben. Wie beim Stoßdämpfer im Auto wird jede einzelne Feder zusammengedrückt und gibt dann Widerstand. Je größer der Druck ist, der auf ihr lastet, desto mehr hält sie gegen. Deswegen wird beim Liegen jeder Körperteil entsprechend seines Gewichts abgestützt. Auf der mit den Federn versehenen Matratze liegt meist eine zweite, wenige Zentimeter dünne, Schaumstoffmatratze, um den Liegekomfort zu erhöhen.

Die Federn werden heute in einzelne Taschen eingenäht, damit die sich nicht verschieben und berühren können. Bei defekten Matratzen und bei alten Modellen kann durch Bewegung der Federn aneinander ein typisches Geräusch entstehen. Die modernen Taschenfederkernmatratzen sind also anders gearbeitet, aber keineswegs neu. Neu ist der für das Marketing aus dem Englischen übernommene Name "Boxspring".

Ich habe in meinem Newsletter 4/2011 bereits auf die Gefahren von elektromagnetischer Strahlung aus Handy, WLAN und Co hingewiesen, die von der Weltgesundheitsorganisation als potenziell krebserregend eingestuft werden. Da Federkernmatratzen Metall enthalten, sind sie tolle Verstärker für Strahlung und ihre Wirkungen. Ich habe deswegen Herrn Evers gebeten, eine Darstellung der Probleme zu schreiben. Martin Evers beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Baubiologie, Strahlung und geeigneten Schutzmaßnahmen. Er ist Dozent für Radiästheten. Er
betreibt mit seiner Frau ein Institut für energetische Analysen.

 Quellenangabe:

Newsletter # 5 / 2013 Praxis Dr. Tank, www.tank-deutschland.de

 

Federkernmatratzen und ihre Auswirkungen auf den menschlichen Körper.

  Gast-Autor Martin Evers beschreibt im Folgenden das Risiko, das
 von Federkernmatratzen ausgeht.


Das ungefähre Aussehen eines Schlafbereiches ergibt sich weitgehend aus der Verdingungsordnung für Bauwesen, kurz VOB. Entsprechend dieser Vorschrift werden Elektroleitungen 30 cm von Raumecken vertikal und von Böden 30 cm horizontal verlegt. Damit werden Unfälle durch Anbohren von Elektroleitungen vermieden. Leider ergibt sich der Nachteil, dass Matratzen und Menschen induktiv an Wechselstrom ankoppeln und mit bis zu 5 Volt Wechselspannung geladen sind. Folglich wird die Biokommunikation des Organismus durch Wechselstrom massiv überlagert, Fehlübermittlungen und Nervenstörungen sind die Folge. Es kann zu Fehlsteuerungen der Regenerationsprozesse, Ungleichgewicht im Hormonhaushalt, Schlaf- und Gesundheitsstörungen (vegetative Dystonie) kommen.


Kapazitive Ankoppelung

Kapazitive Ankopplung versteht man als kontaktlose Übertragung eines elektrischen Feldes auf einen Leiter und einer in Abhängigkeit der Feldstärke erzeugten Aufladung des Leiters. Weil der menschliche Körper elektrisch leitend ist, koppelt er sich, wie alle leitenden Materialien, also auch Bettrahmen und -Rost und Sprungfedern, gleicherweise an ein umgebendes Feld an und wird aufgeladen.

Viele Geräte und Einrichtungen, insbesondere wenn sie aus Metall sind, nehmen elektrischen Strom durch kapazitive Ankopplung auf, wenn sie durch die Nähe einer Stromleitung oder einer Steckdose beeinflusst werden. Im Handel sind einfache elektronische Spannungsprüfer erhältlich, die bereits geringe Fehlströme anzeigen. Es ist sinnvoll, mit einem derartigen Gerät die Metallgegenstände im häuslichen Umfeld zu überprüfen. Erdung kann helfen, diese entstehenden elektrischen Felder abzuleiten, manchmal muss man den metallischen Gegenstand entfernen, wenn man das elektrische Feld nicht haben will. Durch die kontaktlose Aufnahme des elektrischen Feldes sind wir uns oft nicht bewusst, dass wir "unter Strom stehen", obwohl wir keinen direkten Kontakt zu elektrischen Geräten haben. Auch WLAN und Bluetooth sind elektromagnetische Strahlen, die von leitenden Materialien incl. lebender Menschen aufgenommen werden und so eine kontaktlose Fernwirkung entwickeln.

Strom und Magnetismus gehören immer zusammen


Wenn Strom durch einen Leiter fließt, entsteht ein Magnetfeld. Das lernen wir bereits in der Schule. Bewegen wir einen Magneten an einem Leiter entlang entsteht Strom. Das ist das Prinzip des Fahrraddynamos. Strom und Magnetismus gehören untrennbar zusammen.

Wenn Strom fließen soll, braucht er ein leitendes Material und er sucht sich immer den Weg des geringsten Widerstandes. Strom verteilt sich nicht beliebig durch uns hindurch. Anders dagegen Magnetfelder. Sie durchdringen den Körper und lösen im Körper Effekte aus. Das nutzt man in der Medizin, z.B. um Knochenwachstum anzuregen und Stoffwechselvorgänge zu beeinflussen. Bei jedem Stromfluss in unserem Körper (Nerven, Herz, Gehirn arbeiten messbar damit und wir nutzen es bei Untersuchungen wie EKG und EEG, EMG, aber auch jede Zellmembran ist elektrisch geladen) entstehen auch Magnetfelder.

Wenn unser Körper also selbst Strom und elektrische Ladungen benutzt, um zu funktionieren und damit eben auch messbare Magnetfelder erzeugt, dann ist es einleuchtend, dass Magnetfelder und Stromflüsse von außen auch einen Einfluss auf die Funktion des Organismus haben. Wechselnde Magnetfelder erzeugen Schwingungen geladener Teilchen im Körper und Bewegung erzeugt Hitze. So können Mobilfunkstrahlen Gewebe nicht nur chemisch beeinflussen, sondern messbar erwärmen und Strukturen zerstören.

Unser Körper ist an das natürliche Erdmagnetfeld angepasst. Ein konstantes schwaches Magnetfeld in Nord-Süd-Richtung dürfte demnach unschädlich sein.

Was geschieht nun bei Federkernmatratzen?


Die spiralförmige Wicklung jeder Feder kann magnetische Felder verstärken und auf Hochfrequenz und Erdstrahlung Antenneneffekte haben. Es ist leicht vorstellbar, dass alle Metallteile in der Nähe elektrischer Anlagen kapazitiv angekoppelt werden können. Auch die Federn werden kapazitiv aufgeladen und erzeugen Magnetfelder. Das Erdmagnetfeld wird örtlich verändert, neue Magnetfelder entstehen. Insofern verbieten sich Metallbetten und Teile aus Metall, insbesondere wenn im Nahbereich elektrische Kabel (auch unsichtbar) verlegt sind. Außerdem können die WLAN-Strahlungen und Bluetooth-Übertragungen von den Federn aufgenommen und verstärkt werden. Diese Strahlung sollte, wenn möglich reduziert werden (ausschalten und abschaffen).

Der flächendeckende Elektrosmog ist heute so stark geworden, dass Federkernmatratzen zu Strahlern und Magneten werden.

Das magnetische Bett

Magnetfelder sind oft an Federkernmatratzen zu finden, die mit ihren Stahlspiralen für das bedenkliche Ungleichgewicht sorgen, aber auch an Stahlbetten und Sprungfederrahmen oder Scharnieren zur Verstellung des Kopfteils. Oder an Fitnessgeräten, Werkzeugkästen, Nähmaschinen, Staubsaugern, Heimorgeln, Modelleisenbahnen, Geldkassetten, Lautsprecherboxen, Therapiedecken von der letzten Kaffeefahrt, die im Stauraum des Bettes oder unter der Matratze lagern. Sprungfedern sind entweder selbst bereits magnetisch oder sie nehmen durch kapazitive Ankopplung elektrische Felder auf und erzeugen so wechselnde Magnetfelder. Beide Effekte, die permanente Magnetisierung der Sprungfeder und die Beeinflussung durch Ankopplung von außen, können sich überlagern. Daneben können Sprungfedern als Antenne und Verstärker wirken.

Die Spiralfedern von Federkernmatratzen können durch Herstellungsprozesse dauerhaft magnetisiert sein. Manche werden bereits magnetisch gekauft, weil es die Hersteller nicht für nötig halten, darauf zu achten und ihre Produkte z.B. durch Elektroschweißen magnetisieren. Beim Schweißen entstehen extreme Magnetfelder, diese nimmt das Metall an und wird es nicht wieder los. Andere werden neutral erworben, lassen sich aber im Einfluss alltäglicher Magnetfeldverursacher nachträglich magnetisieren, z.B. durch den Kontakt mit Lautsprecherboxen oder Motoren.

Die meisten Federkernmatratzen sind also schon beim Kauf magnetisch, weil sie unachtsam produziert worden sind. Heute geht alles übers Fließband, es wird mit Maschinen gearbeitet, die Magnetfelder emittieren und die Magnetisierung im Federkern bewirken. Oder es wird elektrogeschweißt, Punkt für Punkt, Federkern an Federkern, 200 Stück und mehr, zur notwendigen Stabilisierung.

Früher, zu Omas Zeiten, als die gute Federkernmatratzen noch dreiteilig waren und quietschten, da gab es keine Magnetfelder, denn früher gab es Handarbeit, die Federkerne wurden miteinander verklammert oder vernäht. Wird heute noch nach alter Tradition hergestellt, so sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass die Matratze magnetisiert wurde.

Zusätzlich zur bestehenden Dauermagnetisierung der Spiralfeder wird sie durch Funkstrahlung und in der Nähe verlaufende Stromleitungen beeinflusst, die es auch zu Omas Zeiten so nicht gab.

Messbares Chaos

Viele Federkernmatratzen zeigen eine starke magnetische Unordnung. Die Kompassnadel weist alle paar Zentimeter in eine andere Richtung, dreht sich von Nord nach Süd, wackelt hin und her, veranstaltet Pirouetten. Jeder Federkern ist unterschiedlich magnetisiert, was in Bezug auf biologische Wirkungen ein besonderes Risiko sein dürfte, da auf der Liegefläche (und im Körper) ein ungleichmäßiges Feldmuster entsteht.

Für die Zeitschrift Öko-Test hat Wolfgang Maes 19 Federkernmatratzen bekannter Hersteller gemessen. Alle waren magnetisch auffällig, acht zeigten Kompassabweichungen von schwachen 10 Grad, acht andere extreme 100 Grad, drei lagen dazwischen. In einem anderen Test wurden 15 Taschenfederkernmatratzen getestet. Wieder waren alle auffällig, viele unter 10, einige bis 50, zwei bis 100, eine über 180 Grad, die komplette Nadeldrehung.

Neben den Federkernmatratzen, die oft wegen der außergewöhnlich starken Magnetisierung und der unmittelbaren Körpernähe das Hauptübel sind, kommen noch andere Stahlteile im Bett in Frage: Sprungrahmen und Federroste unter der Matratze, Holzlattenroste mit Stahlumrahmung, die Verstellmechanismen der Lattenroste, verschweißte Rohrelemente im Bettaufbau, motorisch verstellbare Betten, hier ist es der Motorblock selbst und all das Gestänge zur Verstellung. Manchmal ist das ganze Bett aus Stahl und mehr oder minder magnetisch, Messingbetten sind auch aus Stahl, nur oberflächlich vermessingt.

Fazit

Was man nicht abbekommt, kann nicht schaden. Für den Schlafbereich gilt, dass die Beeinflussung des natürlichen Magnetfeldes durch magnetische und magnetisierbare Stahlteile im und am Bett gemieden werden sollten. Stromführende Leitungen und Quellen von elektromagnetischer Strahlung sollten zumindest während der Bettzeit ausgeschaltet sein. Dazu gehören WLAN -Sender und alle WLAN-fähigen Endgeräte, Bluetooth-Geräte incl. moderner kabelloser Soundsysteme, schnurlose DECT-Telefone, Kopfhörer etc.

Für den Strom gibt es in den Sicherungskasten einzubauende Feldfreischalter, die den Stromfluss in der Nacht minimieren und für ein besseres Schlafklima sorgen.

Magnetisierte Federkernmatratzen, Lautsprecherboxen, und anderes mehr erzeugen sich überlagernde Magnetfelder. Durch eine entsprechende Liegehöhe kann man auf Distanz gehen. Wegen der Luftionenkonzentration soll sowieso nicht auf dem Fußboden geschlafen werden.

Grundsätzlich sollte man metallfreie Betten bevorzugen und Elektrogeräte am Bett meiden. Federkernmatratzen, neuerdings als Springbox-Betten im Luxussegment vertrieben, sind so ziemlich das schlechteste, was man aus elektrophysiologischer Sicht zum Schlafen benutzen kann.

Kleiner Tipp: Nach Möglichkeit sollte man mit dem Kopf nach Norden, also im Verlauf der Erdmagnetfeldlinien, schlafen. Das mikrokosmische System "Mensch" ist dann in Harmonie mit dem Makrokosmos "Erde".

Johann Wolfgang von Goethe sagte: "Der Magnetismus ist eine allgemein wirkende Kraft und seine Wirkung erstreckt sich auf alles und alle Fälle. Sie erstrecken sich auf Mensch, Tier und Pflanze". Und Sokrates wandte sich an die Heiler: "Wenn jemand Gesundheit sucht, frage ihn erst, ob er bereit ist, künftig die Ursachen der Krankheit zu meiden. Erst dann darfst Du ihm helfen".

Quellenverweis:
Prof. Eike Georg Hensch, Elektrosmog - Gedanken zum "Sick-Building-Syndrom" und über den Umgang mit informationstragenden Mikroenergien
Wolfgang Maes, Stress durch Strom und Strahlung - Unser Patient ist das Haus, Band 1


Weitere Informationen, Analysen, Messungen, Beratung:



Martin Evers
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Fon: 05828-96 82 2605828-96 82 26
infan.evers@richgarden.de
www.richgarden.de


Kommentar Dr. Tank, Hamburg (Newsletter # 5 /2013, www.tank-deutschland.de):

Ganz besonders kritisch darf man angesichts der Darstellung von Herrn Evers die hochgejubelte Verfügbarkeit von Hotspots "demnächst überall in der Stadt" sehen. Wenn man potenziell krebserregende Stoffe ins Essen täte, dürfte man das nicht verkaufen. Wenn die Mobilfunkindustrie uns flächendeckend dauerbestrahlt, dann ist das Fortschritt ????


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